Jeder kennt ihn, den feurigen Tanzstil aus Lateinamerika und hat auch gleich die dazugehörige temperamentvolle Musik, die einen sofort an sonnige Strände, das Rauschen des Meeres und schöne, braungebrannte Menschen denken lässt.
Was viele nicht wissen, ist, dass der Tanz seine Ursprünge nicht erst im letzten Jahrhundert hat, sondern seine Einflüsse zum Teil bis weit zurück in die Zeit des Barock reichen.
Damals, im 17. Jahrhundert, war es an den Adelshäusern Europas üblich, zu höfischen Zusammenkünften und Festivitäten zur Musik von Komponisten wie Johann Sebastian Bach Tänze zum besten zu geben, wie den sogenannten “Country Dance”, der ursprünglich aus der bäuerlichen Landbevölkerung stammt, und den sich daraus entwickelnden Contredance, der binnen kurzer Zeit auch unter Adeligen und reichen Kaufleuten zum Brauch wurde.
Siedler brachten diese Schritttechniken im Laufe der Jahrhunderte nach Lateinamerika, wo sie sich nach und nach mit den Stammestänzen der aus Afrika eingeschleppten schwarzen Sklaven zu einer eklektischen Melange vermengten.
Die Karibikinsel Kuba wurde zum Zentrum der neuen Salsa Musik, die sich im fortschreitenden 20. Jahrhundert allmählich aus Einflüssen des Rumba und Cha Cha Cha, aber auch vor allem der Jazzmusik, besonders dessen moderner Derivate, wie Bebop und Big Band Jazz, mit ihren komplex strukturierten Bläserarrangements, herausbildete.
So schrieb der Salsa Geschichte und begeistert bis heute Tanzwütige und Karibikreisende aus aller Welt mit seinem ansteckenden Temperament.
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