Plattenspieler müssen nicht verstaubt sein
Angefangen hat alles mit dem Grammophon. 1887 von Emil Berliner erfunden, wurde es zum mechanischen Vorläufer des Plattenspielers. In der Anfangszeit nannte man den Plattenspieler daher auch bisweilen “elektrisches Grammophon”, im Laufe der Zeit wurde diese Bezeichnung jedoch unüblich. Eine Renaissance erlebt der Plattenspieler durch das DJ-Handwerk und den immer beliebter werdenden “analogen” Musikgenuss zu Hause, bei dem Kratzer und Holpler gerne in Kauf genommen werden.
Wie funktioniert ein Plattenspieler?
Bei einem Plattenspieler wird mithilfe einer Nadel die Rillen der Schallplatte abgetastet. Diese Schwingungen werden über den Arm durch den Abtastnehmer in schwache elektrische Ströme umgewandelt.
Wie wird die Schallplatte angetrieben?
Im Verlauf der Jahre haben sich drei Antriebstechniken etabliert – der Direktantrieb, Riemenantrieb und Reibradantrieb.
Beim Direktantrieb ist die Achse des Tellers zugleich die Achse des Antriebsmotors. Besonders beliebt ist diese Technik im DJ-Bereich, da sie variable Abspielgeschwindigkeiten zulässt.
Beim sogenannten Riemenantrieb wird die Drehung der Motorachse mit einem Gummiband bzw. -riemen auf den Teller transferiert. Diese Art ist sehr populär, da der Riemenantrieb eine mechanische Entkopplung zwischen Motor und Plattenteller erbringt, und somit negativ beeinflussende Vibrationen im Plattenteller reduziert werden.
Durch den Reibradantrieb wird die Transferierung der Drehung durch ein Radgummi vollzogen. Der Motor bewegt das Reibrad, das dadurch die Drehung auf die innere Seite des Tellers überträgt. Daher kann eine hervorragende Übertragung des Drehmoments auf den Teller, und dadurch ein sehr schnelles Hochdrehen des Palttentellers vollzogen werden. Negativ ist jedoch die Gefahr, Vibrationen des Antriebsmotors über die relativ starre und feste Kopplung zwischen Motorachse und Teller in den Plattenteller einfließen zu lassen.
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