Sergiu Celibidache
Lebenslauf von Sergiu Celibidache
Sergiu Celibidache (28. Juni, 1912 – 14 August, 1996) war ein rumänischer Dirigent. Er wuchs in Iaszi, einer Stadt in der rumänischen Provinz Moldau auf und schon als Kind lernte er früh Klavier zu spielen. Doch sein Vater – ein Offizier bei der Armee – lehnt eine Musikausbildung ab. So studierte Sergiu Celibidache Musik, Philosophie und Mathematik in Bukarest, ging dann nach Paris und anschließen nach Berlin, um an der Friedrich-Wilhelm-Universität für Musik unter Walter Gmeindl und Fritz Stein weiter zu studieren. Dort besuchte er auch Aufführungen von Wilhelm Furtwängler, was in ihm den Entschluß reifen läßt, Dirigent zu werden.
Sergiu Celibidache war von 1945 bis 1952 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Später arbeitete er mit Radio-Orchester in Stockholm, Stuttgart und Paris und in den späten 1940er und 1950er Jahren auch in Großbritannien. Von 1979 bis zu seinem Tod war er musikalischer Leiter der Münchner Philharmoniker und unterrichtete regelmäßig an der Universität Mainz in und im Jahr 1984 auch am Curtis Institute in Philadelphia, Pennsylvania.
Von 1960 bis 1962 hielt er Meisterkurse an der Accademia Musicale Chigiana in Siena in Italien. Zeitlebens legte er sehr viel Wert auf den Unterricht junger Musiker, den er auch kostenlos erteilte, war aber für seine Wutausbrüche und seinen Perfektionismus bekannt. Häufig ließ er seine Musiker immer wieder proben -”Es gibt keine Wunder in der Musik”, erklärte er, “nur Arbeit.”. Zudem war Sergiu Celibidache interessiert an den Prinzipien des Zen-Buddhismus.
Sein Sohn, Ioan Celibidache, drehte einen sehr persönlichen Dokumentarfilm (“Der Garten des Sergiu Celibidache”, 1996) über das Leben und Werk seines Vaters.