Christian Thielemann

Lebenslauf von Christian Thielemann

Christian Thielemann wurde am 1. April  1959 in Berlin geboren. Er begann seine Laufbahn mit einer Stelle als Korrepetitor an der Deutsche Oper Berlin und als Assistent von Herbert von Karajan. 1985 wurde er zum Ersten Kapellmeister der Düsseldorfer Rheinoper berufen und wanderte 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg ab. Dort gefiel dem Publikum der ehemals jüngsten GMD Deutschlands spätestens mit einer hervorragenden Interpretation des Tristan. Im Jahre 1997 erhielt er ein Engagement an der Deutsche Oper Berlin. Diesen Vertrag als Generalmusikdirektor kündigte er im Sommer 2004. Seit Herbst 2004 ist er neuer Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker.

Nach zwei Dekaden rund um die Oper konzentriert er sich nun auf verlesene Orchester und nur noch wenige Opernhäuser. Besonders aufgrund der Berliner Aufführungen sämtlicher in Bayreuth gespielter Werke Richard Wagners ist Thielemann ein angesehener Dirigent. In der Opernliteratur reicht seine Repertoire bis zu Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ und Hans Werner Henzes „Der Prinz von Homburg“.

Thielemann gastiert bei den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, der Staatskapelle Dresden, dem Israel Philharmonic Orchestra sowie dem Philharmonia Orchestra London, mit dem er unter anderem auf Tourneen in Italien, Deutschland, Spanien, Portugal, und in der Schweiz konzertierte. In den Vereinigten Staaten unterhält Thielemann eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Orchestern in New York, Chicago und Philadelphia. Im Herbst des Jahres 2000 begann eine enge Kooperation mit den Wiener Philharmonikern; seinen ersten Auftritt im Wiener Musikverein mit Strauss´„Rosenkavalier“-Suite und „Eine Alpensinfonie“ wurde bei der Deutschen Grammophon publiziert. Zwei Jahre später dirigierte Christian Thielemann “die Wiener” im Musikverein sowie im Anschluss in Paris, London und Dortmund. 2003 fuhrt er mit dem Orchester nach Konzerten in der österreichischen Hauptstadt zu einer Konzerttournee nach Japan. Im Sommer 2005 hob er als erster Dirigent des Zyklusses mit den Philharmonikern bei den Salzburger Festspiele den Taktstock.

Thielemann gastiert in den wichtigsten Opernsälen der Welt. Im Jahre 1987 debütierte er mit Mozarts Così fan tutte in Wien. Im Covent Garden (London) führte er „Jenufa“, „Der Rosenkavalier“ und „Die ägyptische Helena auf – eine Produktion, die er danach auch an der New Yorker Metropolitan aufführte. An der Met dirigierte er zudem „Arabella“, „Die Frau ohne Schatten“ und „Der Rosenkavalier“, in Chicago eine neue Produktion von „Die Meistersinger von Nürnberg“. Im Rahmen der Bayreuther Festspielen trat Thielemann im Jahr 2000 mit Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ erstmals auf. Im Jahre 2001 konzertierte er „Parsifal“, ein Jahr später eine Neuauflage des „Tannhäuser“; seit mehr als zwei Jahren leitet er den Bayreuther „Ring“. In der Hauptstadt Österreichs, Wien, führte er im Frühjahr 2003 eine Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“ auf; im Sommer des Jahres 2005 dirigierte er „Parsifal“.

Sein bis 2011 laufender Vertrag als Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker wurde nicht verlängert.

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